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  • Regina Bircher

Reisen - Regina


Eine Weinsorte für die faulen Männer und der Fisch im Netz.

Unsere Entdeckungsreise in Georgien gleicht einer Aufnahmeprüfung. Nur vieles im Voraus zu wissen, fleissig die Regeln einzustudieren oder sogar einen Spickzettel zu kreieren – das alles nutzt nichts.

Georgien ist für mich das Land der unglaublichen Gegensätze und Widersprüche geworden. Somit übertrumpft es auch Länder in Afrika. Ab sofort verfügt beispielsweise Tansania in meinen Augen über ein geordnetes System. 😊

Uns überrascht das Land immer wieder. Oft schütteln wir die Köpfe über die Genauigkeit der einen wie die Nachlässigkeit der anderen Behörden. Filmreif, belustigend, doch manchmal echt nervig.

Wie sollen wir die Beamten auf dem Polizeiposten ernst nehmen, wenn der Sheriff in die TV-Serie der «SpongeBob» - Schwammkopf vertieft ist und mitfiebert, wenn die Seesterne überwältigt und verhaftet werden? Bei dem Anblick seines Einsatzfahrzeugs stockt uns der Atem.

Nerven- und gleichzeitig die lachmuskelraubend ist Gerolds Passverlust. Bald empfehle ich ihm, eine Polizeitreuepunkte-Karte zu beantragen.

Schon seit drei Wochen ruht Gerolds Laptop beim Lenovo-Service in Tiflis. Ruht und ruht. Alle Massnahmen, das heisst, das weltweite Servicepaket für den Fall der Fälle wird hier vom Tisch gefegt. Und so haken wir die Punkte auf der Kennenlernliste nach und nach ab.

Zur Hand haben wir ein paar Bücher über Georgien und vergleichen. Vielleicht habt ihr Lust, etwas über das Gelesene und Erlebte zu wissen.


Das Land Georgien:

Georgien erstreckt sich auf einer Landbrücke zwischen dem Kaspischen Meer und dem Schwarzen Meer. Die etwa 70 000 Quadratkilometer Fläche sind zu 50 % von Bergen bedeckt, die bis zu 5 074 Meter über Meereshöhe ansteigen. Dabei ist interessant, dass zwischen der Entstehung der beiden Kaukasus-Gebirge einige Millionen Jahre liegen: der Kleine Kaukasus wurde vor 150 Mio. der Grosse Kaukasus vor 2 Mio. Jahren durch die Faltung und Hebung gebildet.

Das Land liegt zwischen dem 40. und 45. Grad nördlicher Breite. So befindet sich die Hauptstadt Tbilissi auf dem gleichen Breitengrad wie Rom. Aussagen über das Klima in ganz Georgien zu treffen ist unmöglich. Trotzdem lässt sich das Land in 16 Klimazonen aufteilen, wobei Tiefe, Breite und Ausrichtung der Täler ausschlaggebend sind. So ist es möglich, in einer bestimmten Jahreszeit morgens die Schneepiste zu abzufahren und abends nach dem Bad im Meer den Sonnenuntergang zu geniessen.

Beim ersten Flug nach Georgien im Herbst 2019 staunten wir über die ungewöhnlichen Berg-Tal-Formationen im Süden Georgiens. Heute, nach einer wilden Fahrt mit unserem Mietwagen «Prius Hybrid» durch das Land nahe der türkischen Grenze konnten wir den Kleinen Kaukasus genauer anschauen. Die felsigen Pyramiden sind selten mit Gebüsch und Sträuchern bewachsen, wechseln fast regelmässig zwischen kleinen Schluchten und «Krächen» ab. Dieser Teil Georgiens war vor 10 Jahren aus politischen Gründen für Touristen verboten und sogar selbst für Georgier nur mit spezieller Genehmigung zugänglich. Somit ist diese Umgebung ziemlich dünn besiedelt, die Strassen dementsprechend schlammig und unberechenbar. Die Entlohnung für die riskante Entscheidung, ohne 4x4-Fahrzeug zwischen den Baumaschinen, Kühen und Pfützen zu manövrieren, war der herrliche Blick auf die Gegend, heisse Quellen und ein Kloster in den Felsen. In Achalziche, einem der Kurorte Georgiens, in die Winterjacken gehüllt, könnten wir kaum glauben, dass wir vor ein paar Stunden im Meer geplanscht haben.


Georgisches Volk:

Die Anthropologen und Sprachwissenschaftler behaupten, dass die Georgier eine Gruppe von Völkerschaften sei. Andere wiederum gehen davon aus, dass die Georgier, Abchasen, Adschiken, Tschetschenen, Inguschen und Dagestaner die kaukasische Gruppe bilden.

Nachweisbar ist, dass die Georgier hier seit 4 000 Jahren sesshaft sind, später dann in der Nähe der Urhauptstadt Mtzcheta die kartlische Subethnie bildeten. Aus diesem Grund wird das

Land von Georgiern «Sakartwelo» (der Ort, wo die Kartlier leben) genannt.

Der Anteil der Georgier an der Bevölkerung schwankte unter dem Einfluss einer ganzen Reihe äusserer Faktoren: Zeit des Zarenreichs, Errichtung der Sowjetmacht, Konstituierung Georgiens als unabhängiger Staat. Politische wie soziale Probleme führten zur massivsten Emigrationswelle. Durch die russische Besetzung zweier Gebieten, Südossetien und Abchasien, haben viele der Einwohner ihre Häuser verlassen. Sozusagen wurden sie zu Flüchtlingen im eigenen Land. Insgesamt schrumpfte die Anzahl der Bevölkerung in der ganzen Geschichte von 11 Mio. auf knapp 4 Mio. Einwohner.

Die Spaltung der Gesellschaft ist bis heute spürbar. Ein paar Beispiele: Im 2019 haben wir auf dem Flughafen in Tbilissi ein Fahrzeug gemietet. Zu unserer Überraschung mit Moskauer Nummernschild. Nichts ahnend fuhren wir in das Gebiet, in dem schon die russische Sprache mit feindlichen Bemerkungen abgewiesen wird. Wie im wilden Westen standen plötzlich auf einem Parkplatz Männer um unseren Mitsubishi herum. Ziemlich schnell wechselten wir zum lauten Schweizerdeutsch und nur so durften wir schliesslich über den Wochenmarkt mit einheimischen Köstlichkeiten schlendern.

Seit 4 Wochen bereisen wir Georgien und treffen viele Menschen mit unterschiedlichen Nationalitäten. Schon die kurzen Gespräche klären für uns einige Fragen auf. Eine junge Anästhesistin hat trotz Personalmangels erst nach 15 Bewerbungen eine ausgeschriebene

Stelle im Spital erhalten. Grund dafür: ihre armenische Herkunft. Ihre Mutter arbeitet seit 7 Jahren als Au-pair in der Türkei. Eigene Enkelkinder sieht sie via Skype. Einige der Menschen, die uns begegnet sind, fragten nach einer Arbeitsmöglichkeit in der Schweiz, Deutschland oder Polen. Traurig, aber wahr. Die Leute werden hier gebraucht, aber die im Ausland Ausgebildeten kehren selten zurück. Georgien hat Potenzial, leider wirken die Leute auf uns ein wenig abgestumpft.

So verliert Georgien an eigener Bevölkerung, Kunst, Kultur, Geschichte und Glauben.

Über die tschechische Botschaft und einer georgischen Gruppe im Facebook sehe ich auch die Auslandsteilnahme an Projekten rasch wachsen. Projekte nicht auslagern, sondern hier aus dem Boden zu stampfen, wäre ein Weg. Gemeinsam. Wie die am 17.9. eröffnete «Swiss Agricular School Caucasus». Der Küsu vom Plantahof in Graubünden bringt den Menschen das Käsen bei. Solche Sachen motivieren uns, jedoch kriegen wir auch mit, dass viele der Auslandsprojekte an der georgischen Gemütlichkeit gescheitert sind.


Die Georgier

Als Gott das Land an die Völker verteilt hat, waren die Georgier nicht dabei. Sie sind viel zu spät gekommen und ihre Abwesenheit haben sie klug begründet: «Wir haben auf Eure Güte und Grosszügigkeit getrunken, getanzt und gesungen». Es gelang und Gott hat den Georgiern das Land gegeben, welches er für sich aufbewahrt hatte.

Georgier sind stolze Menschen, mit ihrer Freundlichkeit und Gastfreundschaft sind sie mit keinem anderen Volk zu vergleichen. Der Gast und die Familie stehen über allem.

Über die Hilfsbereitschaft der Georgier habe ich in einem Beitrag schon berichtet. Wie lernen wir Georgier anders kennen?

Gamardjoba! «Sei der Sieger» ist die Begrüssung der Georgier. Schon das allein zeigt den Stolz der einzelnen Personen dieses Landes. Im Vergleich dazu unser schlichtes «Guten Tag». Und so lernten wir das Wort als erstes und zusammen mit «Madloba» - Dankeschön. Das ist im Moment unser kompletter Wortschatz. (Oh nein, ich kann doch bis 10 zählen!) Das bisschen, mein Russisch, Gerolds Charme und unsere Neugier öffneten Türen und Herzen vieler Menschen. Zugegeben, auch sie sind oft neugierig auf die zwei, die in den einfachsten, oft verschmutzten Klamotten aus dem vollbeladenen, verkratzten Prius steigen.

«I vy adkuda?» Von wo sind sie? Ehm, aus der Schweiz. Der Schnelldurchgang im Kopf, ein Vergleich der Medieninformationen mit der Realität und mit Personen selbst ist meistens sichtbar.

Und so nimmt der Stjopa, Hüter der «Archäologischen Ausgrabungen», Gerold auf den von einem Esel gezogenen Wagen hoch. Das Frauchen Regina darf hinterherlaufen, teilweise sogar rennen. Davaj! Davaj! Die komplette Besichtigung der Stätte muss rechtzeitig beendet werden. Das Nachtessen wartet schon.

Die Frauen bereiten ununterbrochen etwas Köstliches vor. Tischen und tischen auf.

Bei dem Gastmahl – sogenannten Supra, eine unheimliche Menge an warmen und kalten Gerichten, Kräutern, Früchten und Salaten – wird in der Regel der älteste Mann in der Familie oder der Gemeinde am Tisch gewählt. Seine Funktion ist es, ein Dirigent des Abends zu sein.

Tamada – so nennt man diesen wichtigsten Mann an der Stirnseite der Tafel, muss redegewandt, klug, poetisch, philosophisch, witzig, virtuos und vor allem alkoholresistent sein.

Neben dem, dass das Essen nie ausgehen darf, muss auch genug vom Wein vorhanden sein. Diesen trinkt man anfangs in kleiner Menge. Aber erst, nachdem der Tamada einen Trinkspruch vorgetragen hat. So wird auf die Frau, die Familie, den Gott, die Freundschaft, die Kinder und deren Kinder, die Zukunft und und und angestossen.

Den Wein trinken die Georgier wie die Europäer das Wasser. Nie und niemals darf man an einem Gläschen nippen! Trinkspruch und hoppla! Leeren und nachschenken lassen.

Zum Schluss werden in einem Zug die Trinkhörner geleert, die bis zu einen Liter Wein fassen.

Kein Wunder, dass im Durchschnitt 5 Liter Wein pro Mann an einem solchen Abend «durchgespült» werden. Dabei ist der Chacha – Grappa Georgiens nicht mitberechnet.

Doch Trunkenheit am Tisch zu zeigen ist der absolute Fauxpas.

So ist ein Teil der Wichtigkeit georgischer Männer klar. Wichtig ist es auch, dass sie ihr

Wissen und ihre Klugheit austauschen. Gruppiert auf dem Markt, vor dem Dorfladen,

beim Automechaniker, auf der Marschrutka – Bushaltestelle – diskutieren sie und spielen Backgammon dazu. Ich möchte da den georgischen Männern nichts anhängen, aber eine Tatsache

hat mich belustigt. Eine der 564 georgischen Weinsorten trägt den Namen «Wein des faulen Mannes». Rebstock setzen, wachsen lassen, nichts machen, warten, dann nur abernten.

Und das erledigen oft auch nur die Frauen 😊

Über die Freundlichkeit und den Stolz der Georgier wird viel geschrieben. So habe ich mir vorgenommen, etwas aus einem Buch auszuprobieren. Als Tourist ohne Unterkunft in der Mitte eines Dorfes anhalten und rufen: «Wer ist heute mein Gastgeber?» Es sollte nicht lange dauern und man hat Dach über dem Kopf und was zum Essen ebenso.

So stellte ich mich in einem Dorf auf die Strasse und rufe neugierig auf Russisch: «So ein Sauwetter! Wer ist unser Gastgeber, wo trinken wir heute einen Tee?» Um mich herum die zerfallenen Erdhäuser, flinke Hühner auf dem Miststock, Kuhfladen überall, wohin man schaut, aber nichts ist passiert. Alle haben sich wegen des Regens verkrochen. Oder so.

20 Schritte weiter ruft uns plötzlich einer von den am Vordach arbeitenden Männer zu:

«Einen Kaffee? Kommt doch, ich mache euch wenigstens einen Kaffee.»

Ich weiss definitiv nicht, ob es doch funktioniert hat. Oder liegt es daran, dass sich dieser in Arbeitsklamotten angezogene Mann als Pfarrer vorgestellt hat? (Die sind doch irgendwie mit Irgendwo verbunden und hören alles, oder?) Der Kaffee war löslich, der Chacha wärmte und zum Schluss landete der Kühlschrankinhalt im Plastiksack und dieser auf dem Beifahrerplatz unter meinen Füssen. Langsam muss ich meine Beine aus dem Fenster strecken, der Prius ist komplett vollgestopft.

Das Gespräch mit diesen Leuten war wieder mal informativ und nützlich. Wie auch andernorts tauschten wir Telefonnummern und «nachvamdis.» (Auf Wiedersehen)

Nach der ersten Kurve meldet sich der Kaffee. So halten wir ausserhalb des Dorfes an, um den Apfelbaum zu markieren. Kaum die Reissverschlüsse hochgezogen, hält ein Fahrzeug an und wir werden gefragt, ob wir Hilfe brauchen. Ups. Und die gleiche Platte läuft: Aus der Schweiz? Ja! Erstes Mal hier? Nein, wir haben keinen Hunger! Wie unglaubwürdig mussten wir wirken, dass sie uns zwei «Buchteln» in die Finger gedrückt und alles Gute gewünscht haben. Pakà! (Tschüss)

In allgemeinen müssen wir auf die Georgier sehr vernachlässigt wirken. Sie nehmen uns

wortwörtlich unter die Lupe. Wir besuchten unsere Unfallhelfer aus dem kleinen Dorf bei Batumi.

Kaum die Plätze am Tisch eingenommen, springt das Food-Förderband an. Aus der Küche im Nebenhaus wird wieder eine Unmenge an Essen und Trinken aufgetragen. Teilweise selbst gekocht, teilweise extra in Batumi auf dem Markt eingekauft. (Zur Ergänzung: die Familie besitzt kein Fahrzeug.) Coca Cola und andere westliche Getränke dürfen nicht fehlen.

So sitzen wir in dem grossen Raum mit der hohen Decke am Tisch in der Mitte nur zu zweit. Die Familie sitzt auf den Sofas verteilt. Sie fixieren uns und schweigen. Wir sollen uns bedienen. He? Eine Menge wie für die Hochzeit und sie essen nicht mit? Es war so was vom unangenehm, aber ja, der Gast steht über der Familie. Doch nach zwei Trinksprüchen des Hausherren lockern sich meine Magenmuskeln und ich finde erstaunt auch neue russische Worte in meiner «Sprachenbibliothek», in meinem überforderten Kopf.

Wir übernachteten in diesem Haus. Über die minimale Infrastruktur, kein fliessendes Wasser und ein spezielles Plumpsklo (das WC-Papier ist ein Abreisskalender, die Lüftung wird durch einen Salatschleuderdeckel bereitgestellt) und weitere Details musste ich später nicht nachgrübeln. Es ist mir aber ein Rätsel, wo sich alle zum Schlafen hingelegt haben. Das grösste Zimmer mit den Betten war für uns reserviert. Fünf Erwachsene und ein Kind standen morgens früh auf dem Hof parat, uns wieder beim Frühstück an der Tafel zuzuschauen.

Irgendwie kann ich mit dieser Art der Freundlichkeit noch nicht umgehen. So nahm ich resigniert einen Sack mit Zitronen und einen zweiten mit Hasel- und Baumnüssen mit. Tschüss! Wir kommen wieder. Wir sind doch zu einer Geburtstagfeier von ihren drei Verwandten eingeladen worden. Trotz meiner Zuneigung, Respekt und Dankbarkeit - ich mache mir schon jetzt Sorgen. 😉


Sie sind sehr eigen, diese Georgier. Ihre Grosszügigkeit verdutzt mich immer wieder.

Ich habe mir erklären lassen: auch ein Erzfeind soll als Gast begrüsst werden, wenn er auf deiner Hausschwelle erscheint. Einschenken und auftischen solltest du vom Besten, denn er ist dein Gast. Singe und tanze mit ihm. Führe aber nie ein Konfliktgespräch, solange er an deinem Tisch sitzt. Denn er ist dein Gast. (Über das, was passiert, wenn sie sich auf dem Dorfplatz treffen, hat mich niemand aufgeklärt.)


So vergehen die Tage in Georgien und wir sind immer noch überzeugt, dass wir uns richtig entschieden haben. Nach 7 Tagen in Tschechien, wo wir meinen verstorbenen Vater

verabschiedet haben, war beim Anflug auf Kutaissi der Ausblick auf das Land berührend.

Ohne Worte waren wir uns einig: «Das ist es, was man spüren soll.»

Die Strapazen der ersten Tage, der Unfall, die Behördengänge, die furchtbaren Strassen und der teilweise unbeschreiblich riskante Fahrstil der Georgier – alles das gehört zu uns, unserem Drehbuch, unserer Geschichte.

Wir lernen schnell.

Nach einer meisterhaften Leistung – sieben Stunden Fahrt über eine Passtrasse, die es in sich hatte, wurde Gerold für seine Offroadkünste mit unserem kleinen Fahrzeug zu einem echten Georgier ernannt. Neuer Name: Georgi Kamikadse. (-schvili, -ani, -dse – so enden die Nachnamen vieler Georgier) Was für eine Ehre! 😊


Ich habe versucht, euch mit einem kleinen Einblick das Land näher zu bringen.

Täglich begegnen uns schöne Orte, Natur, Menschen und es gibt noch viel, über was wir

berichten möchten. Auf Facebook, Twitter und in unseren WhatsApp-Gruppen bekommen wir Interesse und Neugier mit. Motivierende Botschaften erreichen uns, auch die besorgten und fragenden: Wie habt ihr es geschafft, wie haltet ihr das Auf und Ab, wie die Gegensätze aus?

Wir haben Vertrauen aufgebaut. Nicht nur in unser Tun, auch in die Leute hier.

Ohne Kontrolle und Risikobedenken haben wir den Hâusi-Schlüssel abgegeben und

uns anders organisiert. Keine Offerte, kein Vertrag, einfach so.


Heute haben wir den Anruf erhalten, dass Hâusi, unser Fahrzeug, Freund und Begleiter,

unser Zuhause, repariert ist und in Tiflis auf die nächste Reise wartet.

Das, was wir für unmöglich hielten, haben unsere Freunde und Freundesfreunde

in die Hände genommen. Unbeschreibliches Gefühl! Madloba!

In dem Zusammenhang ist mir diese Geschichte eines Freundes wieder in den Sinn gekommen:


«Wenn du, wie ein Fisch in einem Netz gefangen bist, bewege dich nicht.

Egal, wie lange es dauert. Nur, bewege dich nicht!

Warte nur auf den Moment, wenn sich die Dinge ausserhalb vom Netz anfangen zu bewegen.

Dann sei bereit und spring raus!»

Und jetzt sind wir dran!



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